Clubabend Literatur - Cervantes Don Quijote - Samstag 17 Uhr

Lesung / Vortrag
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p.P. = pro Person, p.P./N = pro Person / Nacht, p.E./N = pro Einheit/ Nacht, EZ = Einzelzimmer, DZ = Doppelzimmer, FeWo = Ferienwohnung oder -haus, App. = Appartement, Suite = Suite, FR = Frühstück, HP = Halbpension, VP = VollPension

Clubabend - Literatur

Seit 4 Jahren finden in der Brennerei Cöthen regelmäßig Literatur-Abende statt, bei denen frei über Literatur geredet und diskutiert werden kann. Die Gestaltung des Abends hängt dabei in erster Linie von den Anwesenden ab - Es gibt keine Lesung und keinen Vortrag sondern in erster Linie geht es um das Gespräch.
**Eingeladen ist** jede_r, der_die das Buch gelesen hat, dabei ist, es zu lesen oder zumindest davon gehört hat und beabsichtigt, es zu lesen.

**Samstag 5. September 17 Uhr, geht es um Cervantes Don Quijote**

"In einem Dorfe von la Mancha, dessen Namen ich mich nicht entsinnen mag, lebte unlängst ein Edler, einer von denen, die eine Lanze auf dem Vorplatz haben, einen alten Schild, einen dünnen Klepper und einen Jagdhund. (...) Es ist zu wissen, dass obengenannter Edler, die Zeit, die ihn zur Muße blieb - und dies betrug den größten Teil des Jahres - dazu anwandte, Bücher von Rittersachen mit solcher Liebe und Hingebung zu lesen, dass er darüber fast die Ausübung der Jagdt und die Verwaltung des Hofes vergaß; (...) Kurz er verstrickte sich in seinem Lesen so, dass er Nächte damit zubrachte, weiter und weiter, und die Tage, sich tiefer und tiefer hineinzulesen; und so kam es vom wenigen Schlafen und vielen Lesen, dass sein Gehirn augetrocknet wurde, wodurch er den Verstand verlor.
Miguel des Cervantes Saavedra: Don Quijote, Berliner Ausgabe, Holzinger, 2013, Erstdruck, **Madrid 1605/1615**

Don Quichotte, "der Ritter von der traurigen Gestalt", ist ein kleiner Adliger, der soviel gelesen und so wenig selbst erlebt hat, dass er eines Tages das Gelesene für die Wirklichkeit nimmmt und in dieser Fake-Reality nun seinen Platz zu erobern sucht. Er schafft aus sich den stolzen Ritter Don Quichotte de la Mancha samt Herzensdame Dulcinea del Toboso, steigt auf sein klappriges Pferd Rosinante und besteht zahlreiche Abenteuer, begleitet von seinem treuen Schildknappen Sancho Panza, der zwar selbst nicht an die ganze Sache glaubt, sich aber Vorteile davon verspricht, mitzumachen, wenn auch nur den, eine Weile weg von seiner Frau zu sein.

Der erste Teil erschien 1605, der zweite 1615. Das Werk ist von ungewöhnlicher Selbstreflexivität in Bezug auf das Schreiben und das Lesen, steckt voller Ironie, ist urkomisch, kompromisslos und doch nachdenklich stimmend. Wir wollen herausfinden, ob und inwieweit wir uns von Don Quichotte oder Sancho Panza unterscheiden.

Zwar verliert sich kaum och jemand in Büchern - doch angesichts der aktuellen Vertiefung in die neuen sozialen Medien, den AUgen auf dem Bildschirm statt auf der Welt - fragen wir: Sind wir auf dem Weg zu einem Don Quichottismus oder gar schon mittendrin?

Zum Einlesen empfehlen wir: Miguel de Cervantes Saavedra, Don Quijote von der Mancha Teil I und II, dtv, 2016
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Clubabend - Literatur

Seit 4 Jahren finden in der Brennerei Cöthen regelmäßig Literatur-Abende statt, bei denen frei über Literatur geredet und diskutiert werden kann. Die Gestaltung des Abends hängt dabei in erster Linie von den Anwesenden ab - Es gibt keine Lesung und keinen Vortrag sondern in erster Linie geht es um das Gespräch.
**Eingeladen ist** jede_r, der_die das Buch gelesen hat, dabei ist, es zu lesen oder zumindest davon gehört hat und beabsichtigt, es zu lesen.

**Samstag 5. September 17 Uhr, geht es um Cervantes Don Quijote**

"In einem Dorfe von la Mancha, dessen Namen ich mich nicht entsinnen mag, lebte unlängst ein Edler, einer von denen, die eine Lanze auf dem Vorplatz haben, einen alten Schild, einen dünnen Klepper und einen Jagdhund. (...) Es ist zu wissen, dass obengenannter Edler, die Zeit, die ihn zur Muße blieb - und dies betrug den größten Teil des Jahres - dazu anwandte, Bücher von Rittersachen mit solcher Liebe und Hingebung zu lesen, dass er darüber fast die Ausübung der Jagdt und die Verwaltung des Hofes vergaß; (...) Kurz er verstrickte sich in seinem Lesen so, dass er Nächte damit zubrachte, weiter und weiter, und die Tage, sich tiefer und tiefer hineinzulesen; und so kam es vom wenigen Schlafen und vielen Lesen, dass sein Gehirn augetrocknet wurde, wodurch er den Verstand verlor.
Miguel des Cervantes Saavedra: Don Quijote, Berliner Ausgabe, Holzinger, 2013, Erstdruck, **Madrid 1605/1615**

Don Quichotte, "der Ritter von der traurigen Gestalt", ist ein kleiner Adliger, der soviel gelesen und so wenig selbst erlebt hat, dass er eines Tages das Gelesene für die Wirklichkeit nimmmt und in dieser Fake-Reality nun seinen Platz zu erobern sucht. Er schafft aus sich den stolzen Ritter Don Quichotte de la Mancha samt Herzensdame Dulcinea del Toboso, steigt auf sein klappriges Pferd Rosinante und besteht zahlreiche Abenteuer, begleitet von seinem treuen Schildknappen Sancho Panza, der zwar selbst nicht an die ganze Sache glaubt, sich aber Vorteile davon verspricht, mitzumachen, wenn auch nur den, eine Weile weg von seiner Frau zu sein.

Der erste Teil erschien 1605, der zweite 1615. Das Werk ist von ungewöhnlicher Selbstreflexivität in Bezug auf das Schreiben und das Lesen, steckt voller Ironie, ist urkomisch, kompromisslos und doch nachdenklich stimmend. Wir wollen herausfinden, ob und inwieweit wir uns von Don Quichotte oder Sancho Panza unterscheiden.

Zwar verliert sich kaum och jemand in Büchern - doch angesichts der aktuellen Vertiefung in die neuen sozialen Medien, den AUgen auf dem Bildschirm statt auf der Welt - fragen wir: Sind wir auf dem Weg zu einem Don Quichottismus oder gar schon mittendrin?

Zum Einlesen empfehlen wir: Miguel de Cervantes Saavedra, Don Quijote von der Mancha Teil I und II, dtv, 2016
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